Social Media mit Facebook

Social Media mit Facebook und die Möglichkeiten für Unternehmen

Immer wieder hört man von Facebook über gestiegene Nutzerzahlen, neue Werbemöglichkeiten aber auch von dem einen oder anderen „Skandal“ zum Thema Datenschutz. Doch was bietet das so verbreitete Online-Netzwerk wirklich?

Die einen hassen, die anderen lieben es.  Seit 2009 ist die Anzahl der aktiven Nutzer von Facebook in Deutschland von knapp 3,5 Mio. auf  über 19 Mio. Nutzer angestiegen (Quelle: Facebook).  Eine Menge Nutzer, deren Umgang mit dem verbreiteten Online-Netzwerk nicht unterschiedlicher sein könnte.  Es gibt Nutzer, die nahezu ihr ganzes Leben auf Facebook dokumentieren.  Andere setzen ihre Profile gezielt für geschäftliche Angelegenheiten ein oder „posten“ (veröffentlichen) nur gelegentlich.  Und sicher gibt es auch eine Dunkelziffer ungenutzter Profile. Nichts desto trotz ist Facebook mit rund 34 Mio. Besuchern im Monat Juli 2011 in Deutschland  das am häufigsten besuchte Netzwerk (Quelle: MEEDIA) .

Das Herz von Facebook – das Profil

Um ein persönliches Profil bei Facebook einzurichten braucht man nicht viel. Eine E-Mailadresse und einen Internetzugang – schon kann es losgehen. Für Unternehmen bieten sich dabei gleich zwei Möglichkeiten. Sie legen erst ein „persönliches Profil“ an und ergänzen dieses Profil dann mit einem Zusatzprofil, der „Unternehmens-Seite“.  Oder aber Sie legen direkt eine „Unternehmens-Seite“ an. Das macht zum Beispiel dann Sinn wenn von vornherein klar ist dass immer mehrere Personen Ihre Unternehmens-Seite verwalten sollen oder wenn Sie Facebook ausschließlich geschäftlich nutzen möchten.  Der Link dazu ist etwas versteckt unter dem Anmeldeformular zu finden. Dort hat man dann die Möglichkeit zum Beispiel ein lokales Unternehmen, eine Organisation oder auch eine Marke in einer passenden Kategorie anzulegen.

Das persönliche Facebook-Profil

Wenn Sie sich dazu entscheiden Facebook als „Person“ mit einem persönlichen Profil  zu nutzen, füllen Sie das entsprechende Anmeldeformular aus. Nach dem Login können Sie Ihr Profil mit einem Foto und weiteren Informationen ergänzen.  Bevor Sie aber loslegen ist es ratsam Ihre „Kontoeinstellungen“ und „Privatsphäre-Einstellungen“ zu prüfen. Denn das Internet vergisst nicht. Stellen Sie sich dabei zum Beispiel vor dass die Information oder das Foto um das es geht auf einer Plakatwand vor Ihrer Haustür mit Ihrem Foto, Ihrem echten Namen und sonstigen Angaben stünde.  Ist Ihnen dieser Gedanke unangenehm, sollten Sie vorher genau überlegen ob Ihr Eintrag öffentlich, also für alle sichtbar sein darf oder vielleicht lieber nur für Ihre direkten Freunde zu sehen ist.

Kontakte knüpfen – das A und O

Wenn Sie über die Suche bekannte Gesichter gefunden haben, können Sie über den Button „ Freund/in hinzufügen“ eine Freundschaftsanfrage schicken, welche der Empfänger bestätigen oder ablehnen kann. An einigen Stellen kann, über einen wieder einmal etwas versteckten Link, auch eine kurze Nachricht gemeinsam mit der Anfrage verschickt werden. Darin schreibt man dann zum Beispiel woher man sich kennt oder bestellt Grüße. Wird die Freundschaftsanfrage bestätigt, werden Sie in Ihrem Profil unter „Neuigkeiten“ zukünftig lesen, was dieser Freund zu berichten hat. Umgekehrt trägt auch er dann den Status „Freund“ und liest Ihre Meldungen.
Um weitere Freunde zu finden, werden Ihnen von Facebook Freunde vorgeschlagen oder Sie werden aufgefordert  weitere Bekannte als Freunde hinzuzufügen.  An dieser Stelle ist es auch wieder besonders wichtig sich genau zu überlegen, wen man bei Facebook überhaupt kontaktieren möchte.
Per Mausklick auf den „gefällt-mir“-Button können Sie öffentlich Stellung beziehen, in Kontakt bleiben und Kommentare zu anderen Meldungen abgeben.

Geschäftlicher Einsatz

Facebook bietet eine Fülle von Einstellungen, Anwendungen und Erweiterungen, die sich permanent verändern.  Angefangen bei der klassischen Imagepflege, Produktvorstellungen oder der Bewerbung von Firmenevents, bis hin zu Befragungen oder Gutscheinaktionen. Ein Großteil des Angebots kann kostenlos genutzt werden. Wer ausreichend Zeit zur Verfügung hat kann je nach Branche oder Produkt eine Menge mit Facebook erreichen. Vorab sollte jedoch eine geeignete Herangehensweise nebst Zielen abgestimmt werden, denn allzu leicht verläuft man sich im Facebook-Dschungel. Der Faktor Zeit ist dabei nicht zu unterschätzen.
Das Profil einer Unternehmensseite ist, so fern es gut gepflegt wird, eine ideale Ergänzung zur Firmenhomepage auf der eine Vielzahl von Informationen hinterlegt werden können. Firmenadresse, Informationen zur Firmenhistorie, Produkte etc. lassen sich übersichtlich darstellen.  Durch Verknüpfung mit der Firmenhomepage besteht über den „gefällt-mir“-Button die Möglichkeit gezielt ein Feedback zu Produkten abzufragen. Nutzer die Sie durch Klick auf den „gefällt-mir“-Button als „Fan“ für sich gewinnen können, werden durch die Veröffentlichungen auf Ihrer Unternehmensseite dem Laufenden gehalten.

Facebook-Fakten:

  1. es gibt das „persönliche Profil“ für den menschlichen Nutzer und „Seiten oder Fanpages“ für Unternehmen, Marken, Produkte etc.
  2. der „gefällt mir“-Button ermöglicht das Abgeben eines Feedbacks zu Fotos und Meldungen und kann auch mit einem Kommentar ergänzt werden
  3. „Fans“ sind Nutzer, die auf den „gefällt mir“-Button Ihrer Unternehmensseite geklickt haben
  4. auf der „Pinnwand“ haben Besucher des Profils Gelegenheit Nachrichten zu hinterlassen, die ja nach
  5. Voreinstellung für alle Nutzer oder auch nur für einen ausgewählten Nutzerkreis sichtbar sind
  6. es besteht die Möglichkeit einen „gefällt mir“-Button direkt auf Ihrer Homepage zu integrieren
  7. unter www.facebook.com/username kann man eine Vanity URL beantragen, wie zum Beispiel  www.facebook.com/IhrUnternehmensname
  8. die Rubrik „Neuigkeiten“ ist in drei Bereiche unterteilt:
    • Statusmeldungen: Zeigt die „Statusmeldungen“ der Freunde
    • Neueste Meldungen: Zeigt zusätzlich zu den „Statusmeldungen“ auch  alle anderen Nachrichten im Freundschaftsnetzwerk, wie zB. Freundschaftsanfragen, Gruppenmitgliedschaften usw.
      Hauptmeldungen: Eine von Facebook nach Wichtigkeit bestimmte  „Auswahl“ an Meldungen im Freundschaftsnetzwerk

Erschienen im Branchen forum Zoo & Garten – Ausgabe 10/2011

Wege aus der „Marketingsackgasse“

Mediation und Kommunikation für mehr Effizienz im Marketing

Marketing ist ein vielschichtiges und komplexes Themenfeld. Viele Aufgabenbereiche überschneiden sich und müssen für ein funktionsfähiges  Marketing ineinandergreifen. Aber es liegt auf der Hand, dass gerade im Marketingumfeld viel Zündstoff für zwischenmenschliche Schwierigkeiten steckt. Sei es, weil Verantwortliche es nicht schaffen gemeinsame Entscheidungen zu treffen, weil es in der Kommunikation hapert oder weil ausführende Mitarbeiter sich aus persönlichen Gründen gegenseitig Steine in den Weg legen. In diesen und anderen  Fällen bieten Mediation und die Förderung der internen Kommunikation praxiserprobte Lösungswege miteinander „verfeindete“ Parteien wieder anzunähern und so ein Miteinander wieder möglich zu machen.

Stress im Tagesgeschäft, Erfolgsdruck, Missverständnisse oder einfach mal ein schlechter Tag lassen auch im Arbeitsalltag schnell Unstimmigkeiten entstehen. Kommen dann noch persönliche Befindlichkeiten, wie Unzufriedenheit, Unsicherheit oder Neid hinzu, ist der Weg in die „Marketingsackgasse“ schnell eingeschlagen. Partei A sagt „nein“, weil Partei B gerne „ja“ hätte. Kollege Müller boykottiert die Idee von Kollege Meier, weil er sich ungerecht behandelt fühlt. Mitarbeiter Schulze hält sich hingegen lieber ganz zurück und macht „Dienst nach Plan“. So oder so ähnlich läuft es in vielen Unternehmen ab. Die Konsequenzen daraus sind unzufriedene Mitarbeiter, frustrierte Chefs und Teams die ihre Aufgaben nicht mehr richtig bewältigen können.
Nicht zuletzt führt diese Miesere langfristig auch im Marketing zu hohen Reibungsverlusten. Finanzielle Schädigung durch Fehlentscheidungen im Marketing, Imageschädigung durch unzufriedene Mitarbeiter und somit schlechte Außenwirkung und fehlende Innovationskraft durch unflexible Marketingaktivitäten halten das Unternehmen in der „Marketingsackgasse“ fest.

Überlegt kommunizieren

Konkret, gezielt und verständlich sind die Schlüsselworte für eine gute Kommunikation.
Ein erster Schritt in die richtige Richtung kann durch die Analyse der aktuellen Kommunikationsstruktur(en) gemacht werden. Häufig ist nicht allen betroffenen Parteien jedes Detail der Kommunikationsabläufe klar. Die Definition konkreter Begriffe für wiederkehrende Abläufe oder Projekte und das Vermeiden von Abkürzungen kann beispielsweise dabei helfen verständlicher zu kommunizieren. Der Verzicht von unnötigem „CC-setzen“ von Mitarbeitern in E-Mails konzentriert die vorhandenen Kapazitäten auf relevante Themen und entlastet unbeteiligte Kolleginnen und Kollegen. Das Bewusstsein für Missverständnisse hilft dabei eben diese zu vermeiden. Zudem fördern relevante Informationen an der richtigen Stelle das Verständnis, das Verantwortungsgefühl und können auch das Selbstbewusstsein von Mitarbeitern steigern. Denn nur so werden Aufgaben- und Verantwortungsbereiche deutlich und können ernsthaft bearbeitet werden. Zu guter Letzt ist es auch wichtig, dass Entscheider Verantwortung übernehmen, bereit sind konkrete Anweisungen zu geben und sich nicht aus Angst vor Fehlentscheidungen ganz bewusst undeutlich ausdrücken. „Das hatte ich anders gemeint.“ ist keine Ausrede, sondern nur die Bestätigung für eine unzureichend formulierte Anweisung. Gerade Entscheider müssen den Mut zu einer konkreten Anweisung haben. „Das hatte ich anders verstanden.“ könnte umgekehrt Hinweis auf ein mangelhaftes Hinterfragen einer Anweisung sein. Beide Parteien, Sender und Empfänger einer Nachricht, sind dazu aufgefordert konkret zu formulieren und wenn nötig auch die Sachverhalte zu hinterfragen.

Perspektivenwechsel

Abteilungsübergreifende Einblicke in die Arbeitsbereiche sind eine gute Hilfe um das Miteinander zu fördern. Manchmal wird eben erst mit dem Blick auf das große Ganze die Bedeutung von Teilaufgaben deutlich. Ist beispielsweise der enorme Zeitdruck hinter einer bestimmten Aufgabe erst einmal sichtbar geworden, wird auch mit dem „gestressten Kollegen“ verständnisvoller umgegangen. Aber auch das Verständnis für den Sinn hinter einer Aufgabe trägt maßgeblich dazu bei, dass diese sorgfältig und zielgerichtet umgesetzt wird. Im Umkehrschluss trägt das Gefühl eine unnütze oder unsinnige Arbeit verrichten zu müssen massiv zu Unzufriedenheit und schlechter Arbeitsqualität bei. Es lohnt also in jeder Hinsicht einen gezielten Blick über den Tellerrand zu fördern.

Konfliktprävention und Mediation

„Aus vielen Worten entspringt ebenso viel Gelegenheit zum Missverständnis.“ sagte schon der amerikanische Philosoph William James (1849-1910). In der Tat liegt das Geheimnis eines harmonischen Miteinanders und somit auch des miteinander Arbeitens zu einem guten Stück in einem ausgewogenen Verhältnis von Kommunikation und Information. Zu viel kann genau so viel nützen oder schaden, wie zu wenig. Ist das Verhältnis einmal aus dem Gleichgewicht geraten, bietet Mediation das Handwerkszeug um eine Lösung für bestehende Konflikte zu finden. Denn Mediation ist ein konstruktives Konfliktlösungsverfahren, das von einer neutralen dritten Person (dem Mediator) unterstützt wird.
Mediative Elemente oder Moderationen (z.B. zur Entscheidungsfindung) können zudem genutzt werden um möglichen, eventuell auch vorhersehbaren Konflikten vorzubeugen und Prozesse zu beschleunigen. „Einer der großen Vorteile von Mediation ist, dass es keine Verlierer gibt.“ so die Mediatorin Nora Voigt. „Denn Mediation zielt auf Win-Win-Lösungen ab!“

Der erste Schritt aus der „Marketingsackgasse“ ist sicherlich sich und seinem Unternehmen einzugestehen, dass es sich darin befindet. Und das ist wahrlich keine Schande, denn fast jedes Unternehmen gerät irgendwann einmal dorthin. Konkurrenzdruck und schwindende Kapazitäten im Personalumfeld begünstigen die Faktoren die für interne Differenzen verantwortlich sind. Aber sind diese erst einmal aus der Welt geschaffen, steht auch die Ampel wieder auf Grün um aus der Marketingsackgasse herausfahren zu können. Und das wirkt sich auf alle (Marketing-)bereiche des Unternehmens positiv aus. Entscheidungen können schneller getroffen werden, Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter steigen und die Außenwirkung verbessert sich entscheidend.

Verständlich kommunizieren

Wege für ein besseres Miteinander am Arbeitsplatz

Für den einen heißt es „asap“, für den anderen „aber pronto“. Viele Redewendungen und Abkürzungen sind so in Fleisch und Blut übergegangen, dass kaum noch auffällt wie unpräzise sie eigentlich sind. Aber auch andere Kommunikationsfallen bergen viel Potenzial für Missverständnisse und falsche Entscheidungen. Mit ein paar Grundregeln in der Kommunikation kann nicht nur viel Zeit eingespart werden. Vielmehr können auch Aufgaben zielgerichteter ausgeführt und die Zusammenarbeit verbessert werden.

Gefährliche Abkürzungen

„MfG – mit freundlichen Grüßen“ beginnt der Refrain eines bekannten Popsongs, der sehr schön unsere alltäglichen Abkürzungen aufs Korn nimmt. Von HNO bis FKK veranschaulicht der Liedtext unsere Kommunikationskultur. Wen wundert es, dass in Wikipedia unter „Mit freundlichen Grüßen“ mitnichten „freundliche Grüße“, sondern die Abkürzung für „Marinefliegergeschwader“ zu finden ist. Google schlägt zu diesem Kürzel auch noch „Mitfahrgelegenheit“ und „Medien- und Filmgesellschaft“ als Suchergebnis vor. Nun wissen wir alle, dass am Ende einer E-Mail vermutlich nicht das Marinefliegergeschwader gemeint sein wird. Hoffentlich. Aber nicht jede Abkürzung ist so leicht durch den Kontext zuzuordnen. Treffen die Mitarbeiter verschiedener Abteilungen, mit unterschiedlichem, fachlichen Hintergrund aufeinander, können die Kürzel schnell für Verwirrung sorgen. Entweder weil sie nicht jeder kennt oder weil das Gegenüber etwas ganz anderes darunter versteht.

Internetslang für „Insider“

Gang und gäbe ist auch der Einsatz von „asap“ (ausgeschrieben: as soon as possible).  Selbst wenn der Empfänger einer Nachricht die vier Buchstaben mit „schnellstmöglich“ übersetzen kann, so wäre ein fixer Termin oder eine Uhrzeit, bis wann eine Arbeit zu erledigen ist, präziser. Denn was bringt den Empfänger in die Lage, tatsächlich beurteilen zu können, was der schnellstmögliche Abgabetermin ist? Der tatsächliche Freiraum im Terminkalender oder die eigene Motivation? Und umgekehrt: Meint der Sender mit „asap“ tatsächlich „Alarm“ und den sofortigen Handlungsbedarf, oder setzt er das Kürzel, wie so viele, obligatorisch ein und will einfach nicht weiter über einen genauen Termin nachdenken? Letzteres verursacht, dass auf Empfängerseite der „Alarm“ gar nicht mehr als solcher wahrgenommen wird und schlimmsten Fall wirklich eilige Aufgaben unerledigt bleiben. IMHO eine dramatische Angelegenheit. IMHO? Ja genau, „in my humble opinion“, also meiner bescheidenen Meinung nach, natürlich. Oder „in my honest opinion“ – meiner ehrlichen Meinung nach. Dazu sagt selbst Wikipedia „Dieser Ausdruck wird vorwiegend im Internet verwendet und ist sprachwissenschaftlich nicht erfasst. In der gesprochenen Sprache findet „IMHO“ eher keine Verwendung, die Schreibweise ist nicht verbindlich und kann variieren.“ Na wunderbar, dann ist ja alles klar. BTW (= by the way, übrigens): Es ist nicht besonders höflich oder gar professionell im Arbeitsalltag solcherlei Abkürzungen zu verwenden. Wer versucht dadurch besonders kompetent und locker zu erscheinen, hat sich streng genommen bei der Wortwahl vergriffen, da diese eher in Online-Chats üblich sind.

Tipps für verständlichere Kommunikation

Den Einsatz von Abkürzungen auf ein Minimum beschränken:
Kürzel sollten nur dann verwendet werden, wenn sicher davon auszugehen ist dass alle Beteiligten die Bedeutung kennen. Wer es häufig mit langatmigen Fachbegriffen oder Redewendungen zu tun hat, kann sich diese in den gängigen Programmen auch für eine „Wortvervollständigung“ anlegen. Diese Zeit ist gut investiert, da der Benutzer seine persönlichen Kürzel verwenden kann, der Empfänger jedoch die ausgeschriebene Variante erhält.

Sich Zeit zum Formulieren und Schreiben nehmen:
Gerade E-Mails sollten zwar so knapp wie nötig, aber auch so präzise wie möglich formuliert werden. Eine sinnvolle Betreffzeile sorgt zudem für den schnellen Überblick im Posteingang. Der Verzicht auf die Groß-Kleinschreibung, fehlende Kontaktdaten im Footer, das Weglassen der Anrede, sowie unvollständige und zusammenkopierte Sätze haben in der geschäftlichen Kommunikation nichts verloren.

Umschreibungen vermeiden und Unklarheiten hinterfragen:
In Gesprächen sollten Unklarheiten sofort hinterfragt werden. Ist dies nicht möglich, machen Sie sich Notizen und stellen im Anschluss Ihre Frage. Vorsicht: Ungenauigkeiten bei Formulierungen werden vom „Sender“ manchmal auch bewusst eingesetzt, um Verantwortlichkeiten zu verschieben. Hier gilt es besonders auf präzise Formulierungen und gründliche Hinterfragung zu achten. Manchmal hilft nur ein Protokoll mit Gegenzeichnung um klare Verhältnisse zu schaffen.

Klare Kommunikationsregeln aufstellen:
Verursacht der Einsatz von Kürzeln und Begriffen, wie „asap“ oder „fyi (for your interest)“, immer wieder Unsicherheit, sollte grundlegend geklärt werden, wie mit solchen Nachrichten umzugehen ist. Bedeutet z.B. ein „fyi“ Handlungsbedarf und Recherche zum genannten Thema, oder bedeutet es nur eine zur Kenntnisnahme des Sachverhalts.

Feste Ansprechpartner festlegen und Kommunikationswege definieren:
Um unnötige Reibungsverluste zu vermeiden, empfiehlt es sich gerade bei wiederkehrenden Aufgaben die passenden Ansprechpartner und Vertreter mit den entsprechenden Kommunikationswegen festzulegen. Es sollte allen Beteiligten bewusst sein, dass der Empfänger mit jedem Anruf und jeder E-Mail „belastet“ wird und dass mit der Zeit eines jeden wertschätzend umgegangen werden muss.

Knackpunkte identifizieren und den Dialog suchen:
In jeder Abteilung gibt es Kommunikationsdefizite. Jeder Mitarbeiter sollte einen offenen Umgang damit beherzigen und ein wenig Ehrgeiz aufbringen, um das (kommunikative) Miteinander zu verbessern. Jeder der ein unwohles Gefühl bei der Umsetzung einer Aufgabe hat, sollte im Vorfeld mögliche Missverständnisse klären. Zudem ist es kein Geschäftsgebaren Fragen unbeantwortet zu lassen. Kann eine Frage nicht (sofort) beantwortet werden, ist zumindest ein kurzes Feedback zu dem weiteren Verfahren mit der Fragestellung Pflicht.

Erschienen im Branchen forum Zoo & Garten – Ausgabe 05/2013

Verhaltenscodex Messeauftritt

Verhaltenscodex Messeauftritt – mehr Messeerfolg durch Mitarbeiterbriefing
In kaum ein anderes Firmenevent wird so viel Energie gesteckt, wie in den Messeauftritt. Im Vorfeld wird eifrig geplant, organisiert und vorbereitet. Am Ende scheint dann aber doch die Vorbereitungszeit zu knapp. Gerne wird im Anschluss an eine Messe gesagt: „Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, dann wäre die Messe besser gelaufen.“ Dabei liegt ein Misserfolg meist nicht an zu wenig Vorbereitungszeit, sondern daran dass wichtige Messevorbereitungen schlicht vergessen oder falsch geplant wurden.

Kennen Sie das? Man besucht einen Messestand und hat den Eindruck: niemanden interessiert’s. Dabei wollen „die“ doch genau Sie am Messestand haben und Ihnen etwas verkaufen. Als Kunde fällt einem sehr schnell auf, wenn etwas am Messestand schief läuft. Kein Wunder, erwartet man doch als Kunde gerade dort formvollendet umworben zu werden und auf Experten zu treffen. Leider ist meist das Gegenteil der Fall. Schlecht informiert mit wenig Elan versuchen viele Aussteller nur eines: Die Messe möglichst schnell hinter sich zu bringen. Das ist nicht nur angesichts der unglaublich hohen Ausgaben die ein Messeauftritt verursacht schade. Auch das Firmenimage kann schnell einen Knacks bekommen, der nicht so schnell wieder auszubessern ist.

Vorbereiten und informieren

Im Vorfeld gilt es nicht nur den Messestand und die Werbemittel vorzubereiten. Auch die Mitarbeiter sollten über alle Details dieses wichtigen Events aufgeklärt werden. In diesem Zusammenhang müssen auch heikle oder unangenehme Themen offen kommuniziert werden, damit die Mitarbeitermotivation nicht auf der Strecke bleibt. Warum und wofür ist die Messe wichtig? Wie wird das Standpersonal für die zusätzliche Arbeit entlohnt? Wer darf/muss mit und warum? Wird es durch die Messe unbezahlte Überstunden geben, so gilt es mit besonders viel Feingefühl darauf hinzuweisen und Erklärungen zu geben, sowie mögliche Alternativen aufzuzeigen. Auch wenn es noch zahlreiche andere zu erledigende Aufgaben gibt.

Kugelschreiber-Jäger und andere Besucher

Ja, es gibt sie: Besucher die nur auf Ihre Kugelschreiber, Bonbons, Tassen, Taschen… schielen. Aber es ist falsch, sich auf die Jäger und Sammler zu konzentrieren und sich ganz darauf auszurichten sein „Hab und Gut“ zu verteidigen. Der Kennerblick „Der/die kauft sowieso nichts bei mir!“ ist fehl am Platz. Viele Aussteller sind so sehr mit ihrem Frust über Goodie-Jäger beschäftigt, dass sie sich auf gar kein positives Kundengespräch mehr einlassen können und auch potenziellen Käufern viel zu skeptisch oder gar unfreundlich entgegentreten. Es gilt Höflichkeit, Gastfreundschaft und Aufmerksamkeit gezielt einzusetzen um neue Kunden zu gewinnen bzw. um den Verkauf anzukurbeln.

Nachbereiten und informieren

Nach der Messe ist vor der Messe und wie schön ist es Verkaufs- und Kontaktzahlen, sowie Mitarbeiterfeedback vergangener Messen zu Rate zu ziehen. Fehler passieren, aber sie müssen auch nicht wiederholt werden. Eine einfache Aufstellung mit „was war gut“, „was war schlecht“, vermeidbaren Pannen und Ideen für das nächste Mal ist eine wertvolle Hilfe.

Tipps für einen gelungenen Messeauftritt:

  1. Kontaktfreudiges Personal am Messestand einsetzen
    Bei aller Liebe für das Tagesgeschäft, lassen Sie Ihre Topverkäufer an Messetagen nicht im Büro oder im Geschäft zurück. Ein Messeauftritt kostet viel zu viel Geld, als dass Sie sich Ihre Chancen durch eine Zweitbesetzung am Stand verderben lassen dürfen. Wählen Sie mit Bedacht die Mitarbeiter aus, die Ihre Firma positiv repräsentieren können und die Ihre Produkte gut erklären können.
  2. Das Standpersonal briefen
    Sorgen Sie dafür, dass die Mitarbeiter rechtzeitig über das Marketingkonzept und Ihre Messeziele informiert werden. Eine Übersicht der einzusetzenden Werbematerialien am Messestand hilft dabei etwaige Unklarheiten zu erkennen und rechtzeitig zu beseitigen.
  3. Vorstellung von Firma und Produkten
    Jeder sollte in wenigen Sätzen erklären können, was Ihre Firma anbietet, welche Schwerpunkte/Besonderheiten die Firma hat und was seine persönliche Aufgabe in der Firma ist. Wer auf einer Messe mit unpräzisen Erklärungen langweilt, die an jedem zweiten Messestand erzählt werden, verpasst eine wichtige Chance den Kunden zu überzeugen.
  4. Eine positive Grundstimmung am Messestand schaffen
    Unstimmigkeiten gibt es überall. Diese haben allerdings nichts auf dem Messestand verloren. Deshalb ist es bereits im Vorfeld wichtig diese Unstimmigkeiten zu beseitigen um dem Kunden gegenüber entspannt und zuvorkommend auftreten zu können.
  5. Blickkontakt und Gastfreundschaft
    Es versteht sich eigentlich von selbst, dass das Standpersonal den Besuchern gegenüber offen und gastfreundlich entgegentreten sollte. Ein Headset zu tragen, so dass das Gegenüber nicht erkennen kann ob Sie telefonieren, ist genau so wenig förderlich, wie mit dem Rücken zu den Besuchern zu stehen oder sich mit anderen Mitarbeitern abzuschotten. Achten Sie auf Blickkontakt zu den Messebesuchern und Gastfreundlichkeit, zum Beispiel indem Sie ein lockeres Gespräch bei einer Erfrischung anbieten.
  6. Das Standpersonal „kennzeichnen“
    Lesbare Namensschildchen, sowie ein gemeinsames Erkennungsmerkmal für die Zugehörigkeit zu Ihrer Firma geben Besuchern Orientierung. Es muss kein umfassender Dresscode sein, aber ein gemeinsames Erkennungsmerkmal stärkt das Wir-Gefühl und wirkt professioneller.

Sabine Ruthenfranz ist Inhaberin der Agentur rundum GWK und hat langjährige Erfahrungen in den Bereichen Marketing, Kommunikation und Design. Mit dem Konzept für Externes Marketingmanagement richtet sich rundum GWK an alle Firmen die Kapazitätsengpässen im Marketing entgegenwirken wollen um zu einem kontinuierlichen Betrieb des Marketings zurückzukehren. Für eine routinierte und effiziente Abwicklung anfallender Marketingaufgaben mit mehr Planungssicherheit und überschaubaren Kosten. Mit dem Konzept Cat-Competence. richtet sich Sabine Ruthenfranz speziell an alle Hersteller und Anbieter von Katzenprodukten. Die geschickte Kombination von Marketing-Know-how, Branchenkenntnissen und Katzenwissen ermöglicht es die Anforderungen des Herstellers, die Wünsche des Endverbrauchers und die Bedürfnisse der Katze in Einklang zu bringen.

Erschienen im Branchen forum Zoo & Garten – Ausgabe 04/2013

Newsletter verschicken mit Plan

Newsletter verschicken mit Plan – Über Trends und Stolpersteine des Newsletterversands
Jeder der über eine E-Mailadresse verfügt, hat sicher schon einmal einen Newsletter erhalten. Ob gezielt abonniert, weil ein echtes Interesse am Thema bestanden hat oder durch das „Untermogeln eines Häkchens“ im Rahmen einer Online-Bestellung. Doch welche Newsletter werden tatsächlich gelesen? Newsletter sind zweifelsohne immer noch ein tolles Marketingtool. Voraussetzung ist allerdings, dass sie gut gemacht sind, denn der Grad zwischen lesenswertem Marketingmedium und lästigen Spam-Mails ist schmal.

Um zu verstehen wie man als Versender seine Newsletter lesenswert machten kann, ist es hilfreich sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven zu nähern. Hat man erst einmal realisiert, was auf der Empfängerseite als nervig, uninteressant oder lästig empfunden wird, kann man diese Stolpersteine deutlich einfacher aus dem Weg räumen und sich dann den inhaltlichen und technischen Möglichkeiten des Newsletterversands widmen.

Newsletter erhalten: Vom Newsletter zu Spam

Unterhaltsame Inhalte, ansprechende Optik und natürlich auch lukrative Angebote machen Newsletter lesenswert. Dann bekommt man sie nicht nur gerne, sondern liest sie auch. Und das ist schließlich Sinn und Zweck der Sache.
Auf der anderen Seite sammeln sich bei den Empfängern der Newsletter im Laufe der Zeit schnell hunderte von Abonnements. Hier ein Häkchen übersehen, dort „einfach mal so“ abonniert… doch wenn man einmal ehrlich ist, werden viele Newsletter früher oder später einfach nur noch in den Papierkorb verschoben. Es lohnt sich also als Abonnent seine Newsletter-Abos gezielt “auszumisten” und sich von denen zu trennen, die man nicht wirklich gebrauchen kann. Wenn man dann erst mal wieder Ordnung in seinem E-Mail-Postfach geschaffen hat, sollte zukünftig nur noch mit Bedacht und am besten mit einer separaten E-Mailadresse abonniert werden. Denn obwohl ein Abmeldelink in Newslettern längst Pflicht ist, nehmen es einige Anbieter nicht ganz so genau damit. Da gibt es defekte Abmeldelinks, komplizierte Login-Verfahren oder aber auch gar nichts, um den lästigen E-Mails Einhalt zu gewähren.

Perspektivenwechsel: Newsletter selbst verschicken

Wer seine eigenen Newsletter-Erfahrungen auf Empfängerseite, seien es positive oder negative, beleuchtet, kann eigentlich recht schnell herausfinden welche Strategien und Methoden  für den Newsletterversand die richtigen sind.
Leider setzen dennoch viele Firmen Ihre Newsletter ohne ein ersichtliches Konzept ein. Es scheint als ob der Newsletter zur obligatorischen Pflicht geworden ist, ganz egal ob es dafür aktuelle Inhalte oder gar eine Strategie gibt. Und viel schlimmer noch, das Bewusstsein für eine mögliche Imageschädigung durch einen schlechten Newsletter und die Gefahr die Empfänger zu verärgern, scheint bei vielen Versendern nur wenig bis gar nicht vorhanden zu sein.

Durchdachte und einem Konzept folgende Inhalte, sowie ein im Vorfeld geplanter Versandzyklus tragen zu einem zielgerichteten und erfolgreichen Newsletter bei.
Ein erfreulicher Trend der sich langsam durchsetzt sind nutzerfreundliche “Abmeldeverfahren”, welche nicht nur einfach einen schlecht formulierten Abmeldetext anzeigen, sondern dem Empfänger zum Beispiel die Möglichkeit geben die Häufigkeit des Empfangs selbst zu bestimmen, um ihn als Abonnent zu behalten. Und wenn er sich doch ganz abmelden möchte, gibt es oben drein noch freundliche Worte für ein eventuelles Wiedersehen. An dieser Stelle kann der Versender guten Stil beweisen, sein Image pflegen und der Empfänger bekommt eine gute Portion Selbstbestimmungsrecht zurück.

Tipps für einen guten Newsletter:

  1. Versenden Sie stets interessante oder zumindest unterhaltsame Inhalte, damit Ihr Newsletter auch (gerne) gelesen wird.
  2. Planen Sie Themen und Inhalte mit den jeweiligen Veröffentlichungsterminen im Voraus.
  3. Achten Sie für einen professionellen Firmenauftritt, auf eine ansprechende Optik des Newsletters.
  4. Verwenden Sie gutes Bildmaterial in Kombination mit wenig Text und verweisen Sie per Verlinkung auf die ausführlichen Inhalte Ihrer Homepage.
  5. Setzen Sie aktuelle Technik ein, um Anzeige und Zustellung des Newsletters zu gewährleisten.
  6. Bieten Sie auch eine Online-Version des Newsletters an, der bei Anzeigeschwierigkeiten alternativ direkt im Browser angezeigt werden kann.
  7. Verwenden Sie eine aussagekräftige Betreffzeile und eine Absenderadresse, die man Ihnen/Ihrer Firma zuordnen kann.
  8. Entwickeln Sie auch für den Fall von Newsletter-Abmeldungen ein Konzept mit guten Texten, um Ihre Abonnenten zu halten oder zurückzugewinnen, indem sie z.B. die Häufigkeit des Newsletter-Empfangs von den Abonnenten selbst bestimmen lassen.
  9. Und zu guter Letzt: Verschicken Sie Ihren Newsletter nur dann, wenn es auch wirklich sinnvolle Inhalte dafür gibt, die einem Konzept bzw. Ihrem Unternehmensziel folgen.

Das sollten Sie in Ihrem Newsletter vermeiden:

  1. Defekte Abmeldelinks, denn damit verletzen Sie nicht nur das Gesetz, sondern verärgern zusätzlich Ihre Abonnenten.
  2. Das Fehlen von Absender- und Kontakt-Daten.
  3. Schlechte oder unvollständige Daten, die zu falscher Anrede des Abonnenten führen.
  4. Ein zu häufiges Versenden des Newsletters, insbesondere dann, wenn der Abonnent die Häufigkeit nicht selbst regeln kann.

Erschienen im Branchen forum Zoo & Garten – Ausgabe 01/2013

Webprofile richtig pflegen

Das Internet  bietet eine Vielzahl von Portalen und Verzeichnissen, bei denen man sich kostenlos registrieren kann, um von potenziellen Kunden gefunden zu werden. Aber: Diese Einträge müssen auch gepflegt werden und haben allesamt unterschiedliche Prozesse, wenn es um den Ablauf des Logins und die Administration des Brancheneintrags geht. Es gibt sogar Profile, die man selbst gar nicht angelegt hat und bei denen man sich fragt, wie die Informationen überhaupt dort gelandet sind und woher sie kommen.

Die kostenlose Verlockung 

Es ist verlockend und eigentlich auch eine gute Sache: Kostenlose Branchenverzeichnisse im Internet. Man kann seine Kontaktdaten und sein Logo einpflegen, Bilder hochladen und meist auch seine eigene Homepage verlinken. Und Backlinks, das sind die Verlinkungen die auf die eigene Homepage „von außen“ verweisen, kann man schließlich nie genug haben.
Alles fängt meist mit einem harmlosen Eintrag durch den jeweiligen Telefonanbieter an. Und auch wenn man selbst gar keine Internetseite betreibt, so landen die Informationen dennoch recht schnell im Internet.

Die Kehrseite der Medaille

Das gemeine daran ist, dass es auch Verzeichnisanbieter gibt, denen die Informationen welche über eine Firma veröffentlicht werden ganz egal sind. Diese Anbieter schreiben Firmendaten von anderen Portalen ab, um damit ihre Internetseite zu füllen und dann darauf Werbung zu schalten. Oft gibt es nicht einmal die Möglichkeit seine Daten per Login selbst zu verwalten oder es ist sehr kompliziert, da dies gar nicht im Interesse des Betreibers liegt. 

Hat man einmal irgendwo falsche Informationen im Netz hinterlegt, kann sich der Fehler durch das Kopieren der Verzeichnisanbieter schnell vermehren. Dann hilft nur noch eines: Zeit und Geduld. Überrascht kann man dann feststellen, dass einige Anbieter deutschsprachiger Verzeichnisse in Thailand, Schweden oder Polen ansässig sind. Die Korrektur solcher Daten ist entsprechend schwierig. Es ist in jedem Fall besser seine Daten im Internet im Auge zu behalten und seine Profile aktiv zu pflegen.

Webprofile anlegen und pflegen – gute Organisation ist ein Muss

  • Recherchiere wo deine Firma/deine Kontaktdaten bereits im Internet vertreten sind und überprüfe die Angaben
  • Fordere ggfls. neue Zugangsdaten an und dokumentiere alle Informationen (wie Anbieter, Internetadresse, Login-Daten) in einer Tabelle. Dies ist besonders nach der Übernahme eines bestehenden Geschäfts sehr wichtig.
  • Starte mit den Einträgen, die durch deinen Telefonanbieter entstanden sind, da diese Einträge in der Regel die Basis für zahlreiche andere Anbieter sind.
  • Notiere dir deine zu veröffentlichenden Daten und nutze dafür am besten eine separate E-Mailadresse. Das ist wichtig um später eventuell auftretende Spam-Mails von den Anfragen deiner Kunden zu trennen. Nutze dann immer dieselbe E-Mailadresse zum Ausfüllen deiner Webprofile.
  • Lege dir dein Firmenlogo als JPG-Datei bereit, um es gegebenenfalls einem Webprofil hinzuzufügen.
  • Gib in den Webprofilen am besten keine Faxnummer an, auch wenn du noch eine hast. Denn ansonsten wirst du von Werbefaxen bombardiert. Interessierte Kunden erreichen dich auch per Telefon oder über deine Homepage.
  • Informationen die sich ändern können, wie zum Beispiel Öffnungszeiten und aktuelle Angebote, solltest du besser nur auf der eigenen Homepage veröffentlichen. Oder beschränke dich zumindest auf die wichtigsten drei Webprofile (zum Beispiel Google, Facebook, Yelp). Ansonsten ist die Pflege der Webprofile sehr zeitaufwändig.
  • Lese die AGB bei neuen Einträgen besonders gründlich. Man hat schneller ein kostenpflichtiges Paket abgeschlossen als einem lieb ist. Bei kostenlosen Webprofilen muss man keine Bankverbindung angeben, falls doch besser Finger weg!

Erschienen im Branchen forum Zoo & Garten – Ausgabe 05/2012