Das Thema Hochsensibilität ist in den letzten Jahren immer mal wieder bei mir vorbeigekommen. Es geht dabei um Menschen, die sensibler sind als die Masse. Ein extrem spannendes Thema, denn darin steckt unglaublich viel Potenzial für Missverständnisse und es bringt einen Bedarf für andere Blickwinkel mit. Jetzt wirst du dich vielleicht fragen: „Was hat sie denn jetzt schon wieder für ein Thema ausgegraben. Und aus welchem Grund ist das für mich und mein Business relevant?“ Warte ab und lies weiter. Gleich weißt du mehr 😉  Es hat wirklich auch etwas mit deinem Business zu tun, denn es hat etwas mit uns allen zu tun.

Was ist Hochsensibilität eigentlich?

Hochsensibel zu sein ist keine Krankheit oder Störung. Es bedeutet auch nicht einfach nur extrem sensibel zu sein oder gar überempfindlich. Auch wenn das häufig noch so dargestellt wird. Hochsensibilität ist ein ganz besonderer Wesenszug, eine biologische Eigenart, welche bei Betroffenen eine stärkere Wahrnehmung von Reizen, eine stärkere Reaktion auf Reize und eine intensivere Verarbeitung von Reizen zur Folge hat.

Im Internet gibt es zahlreiches Tests zum Ausfüllen, die einen Hinweis auf die eigene Hochsensibilität geben können. Denn es gibt einige Merkmale, die hochsensible Personen gemeinsam haben und welche sie von der Masse unterscheiden. Ich möchte dir hier nur ein paar davon als Beispiele aufzählen, damit du dir vorstellen kannst was gemeint ist. In der Infobox weiter unten findest du dann noch einige spannende Links und Anlaufstellen dazu.

Die folgenden Eigenschaften können einen Hinweis auf Hochsensibilität sein:

  • besondere Schreckhaftigkeit
  • starkes Harmoniebedürfnis
  • großes Mitgefühl anderen gegenüber
  • extreme Gewissenhaftigkeit
  • starke Lärmempfindlichkeit
  • mehr Detailwahrnehmung als andere
  • Tendenz zur Schüchternheit
  • Wettbewerb erzeugt großen Stress
  • Außenreize werden schnell unangenehm (Sirenen, kratzige Stoffe, grelles Licht)
  • und vieles mehr

Nun die einzelnen Eigenschaften erscheinen nicht so aufregend. Aber es ist ganz erstaunlich, wenn man sich die Summe der Eigenschaften als Betroffener ansieht und verblüffend viele Übereinstimmungen findet.

Es wird davon ausgegangen, dass etwa 15-20% der Bevölkerung hochsensibel sind. Allerdings wissen das nicht alle Betroffenen von sich selbst und nicht jeder Betroffene ist in der gleichen Art und Weise hochsensibel.

So gibt es zum Beispiel introvertierte Hochsensible, welches erst einmal sehr naheliegend ist. Aber es gibt auch extrovertierte Hochsensible. Hochsensible, die besonders stark auf Umweltreize wie Lärm und Gerüche reagieren. Besonders empathische Hochsensible, besonders Stressempfindliche und, und und. Als Außenstehender kann man nur schwer erkennen, ob jemand hochsensibel ist, denn die meisten haben gelernt sich notgedrungen an ihre Umwelt anzupassen und ihre „Eigenart“ zu verstecken oder aber auch damit umzugehen. Aber sicher fällt auch dir jemand aus deinem Umfeld ein, der eventuell hochsensibel sein könnte. Vielleicht ja auch du selbst.

Begriffserklärung “hochsensibel” und “Hochsensibilität”

Die Begriffe “hochsensibel und Hochsensibilität” sollen laut Definition in keinster Weise implizieren, dass die betroffenen Personen über den nicht hochsensiblen Personen stehen oder Hochsensible sich gar selbst darüber stellen würden. Denn genau das Gegenteil ist der Fall. Viele Hochsensible empfinden ihre Eigenart eher als Last und ständige Anstrengung sich der Mehrheit der “Normalsensiblen” anzupassen. Das Wort “hochsensibel” soll dabei lediglich die Eigenschaft der nachweislich erhöhten Reizempfindlichkeit beschreiben.

Ist es nicht so etwas wie Empathie?

Der Begriff “Empathie” ist geläufiger, beschreibt hingegen eine vollkommen eigenständige Eigenschaft, unabhängig von Hochsensibilität. Es gibt Hochsensible, die besonders emphatisch sind. Aber es gibt sicherlich auch Hochsensible, die gar nicht oder zumindest nicht in besonderem Maße empathisch sind. Empathie ist also nur eine von vielen möglichen Eigenschaften, die eine “hochsensible Person” haben kann.

An dieser Stelle möchte ich zur weiteren Erklärung aus einem meiner Lieblingsbücher zum Thema zitieren. Die beiden folgenden Zitate stammen aus dem Buch “Hochsensibel durch den Tag” von Sabine Dinkel, erschienen im Humboldt Verlag (9. Januar 2016); ISBN: 978-3869105147.

“Hochsensible werden üblicherweise auch als “HSP” bezeichnet. Das Kürzel stammt ursprünglich aus dem Englischen und steht dort für “Highly Sensitive Person”. Auch “SPS” für “Sensory-processing sensitivity” wird häufiger im wissenschaftlichen Kontext genutzt.” (…)

“Ist das nur eine Modeerscheinung – oder wie valide ist das Phänomen der Hochsensibilität?
Auf der neurowissenschaftlichen Eben wird dazu schon seit mehr als 20 Jahren geforscht, u.a. von Elaine N. Aron. (…) Da sich Hochsensible und Normalsensible in ihrem Erregungszustand deutlich unterscheiden, wird an dem Phänomen etwas „dran“ sein. Ganz gleich ob das Konstrukt wissenschaftlich anerkannt oder der Begriff „Hochsensibel“ gut gewählt ist: Solange beides dazu dient, Menschen zu helfen, dürfte einer besseren Selbstfürsorge nichts mehr im Weg stehen.“

Was das mit dir und mir und anderen zu tun hat

Früher oder später treffen Hochsensible auf nicht Hochsensible und hier wird es spannend. Denn ganz gleich zu welcher Gruppe du gehörst: Die hochsensible Person empfindet nun einmal anders und intensiver als die nicht hochsensible Person. Genau hier fragen sich Beteiligte dann, was mit dem Gegenüber denn nicht in Ordnung ist. Eigentlich weiß man ja, dass alle Menschen unterschiedlich sind. Aber bei vielen banalen Dingen des Alltags geht man dann doch irgendwie davon aus, dass „der andere“ doch ganz genauso empfinden müsste wie man selbst. Gedanken wie „Was eine Mimose. Die stellt sich aber an!“ oder „Der ist aber ein ungehobelter Bollerkopp!“ sind also schneller da, als man denkt.

Für den einen heißt es: „Es ist doch gar nicht so laut hier. Warum stellt der/die sich so an?“

Der andere empfindet unter Umständen jedoch: „Es ist unerträglich laut hier, merkt denn das keiner?“.

Ein Nährboden für Missverständnisse, beruflich wie privat.

Im Business kann das auch bedeuten: „Hallo? Ich rufe doch schon andauernd laut hier und mache auf mich mit Werbung aufmerksam. Warum hört mich denn niemand?“ Oder „Der/die ist aber penetrant. Dauernd werde ich mit Werbung bombardiert!“

Das Wissen um Hochsensibilität, eventuell auch um die eigene, kann uns also auch im Marketing weiterbringen und dabei helfen den eigenen Auftritt zu überprüfen (zu leise/zu laut?) und die passende Zielgruppe zu finden.

Na? Auch selbständig und hochsensibel?

Wenn ja, so ist das gar nicht so verwunderlich. Schließlich entwickeln sich viele Hochsensible irgendwann zu Selbständigen, das ist in gewisser Weise sogar typisch. Denn als Selbständige/r kann man für genau den Freiraum sorgen, den man als hochsensible Person benötigt. Allerdings ist die Selbständigkeit für Hochsensible auch mit einer enormen Herausforderung verbunden. Dem Wettbewerb und dem ständigen sich Zeigen und um Kunden werben müssen. Und das liegt den meisten Hochsensiblen leider so gar nicht.

Die Kombination aus „leise sein“ und „laut sein müssen“ ist also eine echte Herausforderung, dem auch schon einige Bücher gewidmet wurden. Ein Patentrezept gibt es jedoch nicht. Aber wenn du beim Lesen dieses Artikels gedacht hast, dass du eventuell auch zu den Hochsensiblen gehören könntest, dann wäre ein erster, guter Schritt mehr über Hochsensibilität zu erfahren und dich so selbst besser kennenzulernen. Und wenn du vorher schon wusstest oder geahnt hast, dass du hochsensibel bist, dann lohnt es über ein Coaching bei mir nachzudenken. Denn pssst: Ich bin auch hochsensibel 🙂

Seitdem ich vor gar nicht all zu langer Zeit von dieser „Eigenschaft“ oder diesem „Wesenszug“ erfahren habe, gab es für mich wahnsinnig viel Neues zu entdecken. Ich habe zig Bücher zum Thema gelesen und entdeckt, warum ich auf das klassische Marketing und auf die klassische Art der Werbung schon immer so allergisch reagiert habe. Eigentlich verrückt, wenn man bedenkt, dass ich seit über 20 Jahren in diesem Umfeld arbeite und einen Großteil davon sogar in Selbständigkeit. Aber die Hochsensiblen-Forschung steckt tatsächlich noch ein wenig in den Kinderschuhen und viele Betroffene wissen noch gar nichts von ihrem Glück.

Ich bin jedenfalls überzeugt davon, dass das allein das Wissen über die Existenz von Hochsensibilität mit all ihren Fazetten privat wie beruflich Missverständnisse vermeiden und zu einem besseren Miteinander führen kann. Und auch, dass man als (nebenberuflich) selbständige und hochsensible Person von diesem Wissen enorm für sein Business profitiert, weil man sich und andere genauer betrachten und besser einschätzen kann. Wenn du Lust hast den ersten Schritt für dein sensibles Marketing zu gehen, dann würde ich mich freuen dich dabei begleiten zu dürfen. Hier kannst du dich über mein Coaching-Angebot informieren.

Weitere Infos zum Thema Hochsensibilität:

  • Hochsensibilität auf Wikipedia.
  • Zartbesaitet.net mit vielen Infos und einem Test.
  • Auf hochsensible.eu weitere Infos und natürlich noch ein Test 😉
  • Ein PDF-Dokument von Hochsensibel.org des Informations- und Forschungsverbundes Hochsensibilität e.V.
  • Die Verbandshomepage des Informations- und Forschungsverbundes Hochsensibilität e.V. (IFHS) mit Sitz, wer hätte das gedacht, in Bochum 🙂
  • Checklisten und Tests zum Download findest du auch auf der Buchseite von Sabine Dinkel zum Buch “Hochsensibel durch den Tag” Ein Buch, welches ich jedem Einsteiger in das Thema ans Herz legen möchte.

Die Bücher hier unter dieser Box kann ich dir allesamt empfehlen. Sie geben einen guten Einstieg in das Thema Hochsensibilität. Per Klick auf den “Kaufen Button” gelangst du zu weiteren Informationen, bei meinem Affiliatepartner Amazon.

Und jetzt?

Bist du selbst hochsensibel? Fragst du dich, ob du es bist? Oder sind dir Situationen eingefallen, die mit dem Wissen um Hochsensibilität in einem ganz anderen Licht erscheinen? Dann schreibe mir doch ein kurzes Feedback per E-Mail an miau@cat-competence.de 

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